Verkehrssicherheit

Unser Ansatz

Wir prüfen bestehende Strassen und Projekte gezielt auf Sicherheitsdefizite und unterstützen Auftraggebende und Projektierende mit umsetzbaren Empfehlungen. Unsere Beurteilungen folgen etablierten ISSI-Instrumenten und werden bei Bedarf mit Video und Drohnenaufnahmen ergänzt, damit komplexe Bereiche wie Knoten und Querungsstellen nachvollziehbar erfasst und analysiert werden können. Die Ergebnisse halten wir in einem Bericht mit Befunden, Risikoeinschätzung und priorisierten Massnahmen fest. Road Safety Audits und Road Safety Inspections werden bei PVG durch ausgebildete Auditoren durchgeführt.

Unsere Dienstleistungen in der Verkehrssicherheit

  • Road Safety Audits (RSA) für Projekte in allen Planungs- und Ausführungsphasen
  • Road Safety Inspections (RSI) für bestehende Strassen und Verkehrsanlagen
  • Black Spot Management (BSM) zur Untersuchung und Sanierung von Unfallschwerpunkten
  • Sicherheitsbeurteilung bestehender und geplanter Fussgängerstreifen
  • Beurteilung von Querungsstellen, Schulwegen, Haltestellen und Knoten
  • Überprüfung von Sichtweiten und Verkehrsführung
  • Analyse typischer Konfliktstellen für sämtliche Verkehrsteilnehmenden
  • Video- und drohnengestützte Erfassung komplexer Verkehrssituationen
  • Erstellung von Berichten mit Befunden, Risikoeinschätzung und priorisierten Massnahmenempfehlungen
  • Unterstützung bei der Entwicklung und Umsetzung geeigneter Sicherheitsmassnahmen

Road Safety Audit (RSA)

Ein Road Safety Audit ist eine systematische Sicherheitsprüfung eines Strassenprojekts in Planung oder Ausführung. Ziel ist, sicherheitsrelevante Defizite in den Projektunterlagen frühzeitig zu erkennen und Optimierungspotenzial aufzuzeigen, bevor es in der Realisierung zu Anpassungen oder vermeidbaren Risiken kommt.

Wir prüfen das Projekt aus Sicht aller Verkehrsteilnehmenden, mit Fokus auf Führung und Verständlichkeit, Sicht und Erkennbarkeit, Knoten und Querungsstellen, Seitenraum, Signalisation und Markierungen sowie typische Konfliktpunkte. Die Ergebnisse halten wir in einem RSA Bericht fest, mit Befunden, Risikoeinschätzung und Empfehlungen, damit Projektierende und Auftraggebende gezielt nachschärfen können. Road Safety Audits sind grundsätzlich für alle Projektstufen sinnvoll.

Seit 2022 haben wir über 55 RSA durchgeführt. Diese Erfahrung aus unterschiedlichen Projekten fliesst direkt in unsere Beurteilungen ein. Daniel Imhof ist zudem Referent im Fachkurs Road Safety Audit des Tiefbauamts des Kantons Zürich und doziert an der Fachhochschule Graubünden im Modul Verkehrswegebau.
Eine Auswahl unserer durchgeführten Road Safety Audits ist unter Referenzen einsehbar.

Road Safety Inspection (RSI)

Eine Road Safety Inspection ist eine systematische Sicherheitsprüfung bestehender Strassen im Betrieb. Sie zeigt auf, wo im Alltag Risiken entstehen oder Sicherheitsdefizite vorhanden sind, etwa durch veränderte Verkehrsbelastungen, Nutzungen oder unklare Führung. So lassen sich gezielte Verbesserungen ableiten, bevor es zu Unfällen kommt oder später aufwendige Nachbesserungen nötig werden.

Wir beurteilen unter anderem Sicht und Erkennbarkeit, Führung und Verständlichkeit, Querungsstellen, Seitenraum, Signalisation und Markierungen sowie typische Konfliktpunkte. Die Ergebnisse halten wir in einem RSI Bericht fest, mit Befunden, Risikoeinschätzung und priorisierten Massnahmenempfehlungen. Im Unterschied zum Road Safety Audit, das ein Projekt in Planung oder Ausführung prüft, richtet sich die Road Safety Inspection auf die bestehende Strasse im Betrieb.

Seit 2022 haben wir insgesamt 12 RSI durchgeführt. 
Eine Auswahl unserer durchgeführten Road Safety Inspections ist unter Referenzen einsehbar.

Black Spot Management (BSM)

Black Spot Management ist ein systematisches Vorgehen zur Identifikation, Priorisierung und Sanierung von Unfallschwerpunkten im bestehenden Strassennetz. Es setzt dort an, wo sich Unfälle häufen oder typische Unfallmuster erkennbar sind, und führt von der Analyse zu konkreten, umsetzbaren Massnahmen.

Wir werten das Unfallgeschehen aus, beurteilen die Situation vor Ort und prüfen mögliche Ursachen im Zusammenspiel von Infrastruktur, Führung, Sicht und Verhalten. Daraus leiten wir Massnahmen ab und priorisieren sie nach Wirkung und Umsetzbarkeit. Die Empfehlungen gliedern wir in kurzfristige, mittelfristige und langfristige Schritte und unterstützen bei Bedarf die Überprüfung der Wirkung nach der Umsetzung.

Wirkungskontrolle

Nach der Umsetzung von Verkehrssicherheitsmassnahmen stellt sich die Frage, ob die gewünschte Wirkung tatsächlich eintritt. Mit Vorher-Nachher-Erhebungen überprüfen wir objektiv, wie sich das Verhalten der Verkehrsteilnehmenden durch eine Massnahme verändert. Bei Eingangstoren, umgebauten Knoten oder Kreiseln beurteilen wir insbesondere gefahrene Geschwindigkeiten, Fahrlinien und Fahrspurwahl im Zusammenhang mit der Geometrie. So lässt sich feststellen, ob eine Massnahme wie beabsichtigt wirkt oder ob weiterer Optimierungsbedarf besteht.

Für die Datenerhebung und Auswertung setzen wir bei Bedarf unsere drohnenbasierten Verkehrserhebungen ein.

Beurteilung von Fussgängerstreifen

Ein Fussgängerstreifen erfüllt seine Schutzwirkung nur dann, wenn Lage, Sicht und Rahmenbedingungen stimmen. Wir beurteilen bestehende und geplante Fussgängerstreifen sowie Querungsstellen, insbesondere im Umfeld von Schulwegen, Haltestellen und Knoten.

Wir prüfen unter anderem Sichtweiten und Erkennbarkeit, Beleuchtung, Geschwindigkeit und Verkehrsbelastung, Annäherungsbereiche und Warteflächen, Fahrbahnbreite und Schutzinseln, Signalisation und Markierung sowie Anforderungen an eine hindernisfreie Querung, einschliesslich taktil visueller Markierungen, wo relevant. In Tempo 30 Zonen sind Fussgängerstreifen in der Regel nicht vorgesehen. Wir prüfen deshalb auch, ob ein Fussgängerstreifen zweckmässig ist oder ob eine andere Querungslösung besser passt. Die Ergebnisse fassen wir in einer Beurteilung zusammen, mit Befunden, Risikoeinschätzung und priorisierten Empfehlungen.

Portraitfoto Daniel Imhof

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